Hibernation Thoughts

Gedanken aus dem Winterschlaf


Although we’re almost a month into the new year, I feel like the world is still in hibernation. When normally we’d mark the ending of the old and the beginning of the new with lavish celebrations, a little pomp and a bit of excess (with the next day’s hangover serving as proof that we’ve truly crossed a threshold), most of us stayed in their homes this year watching the odd animal that was 2020 quietly slipping through a gap in the door of time and hoping for the magic spell to be over.

And while we’re still surprised that the spell of the pandemic (that really only is the tip of the iceberg of all the trouble we’re in) still lasted after the clock stroke 12, this strange silence of a world on hold persists, making the passing of time feel so unreal.

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We’re all still here, doing what we do. But at the same time we’re kind of not here and the things we do might seem a little out of place and lacking meaning in the face of all that is going on. It’s a good and pressing question for each of us … to ask ourselves whether what we do with our lives has meaning, or whether we just continue to do what we’ve always done and what everybody else is doing. The planet cannot afford more absent-mindedness.

To me the feeling of “not being here” is simply the result of a lack of social interaction. No relaxed time with family, no friends you can hug or touch, keeping your distance from people in the street – all too often even avoiding eye contact, we turn our heads away to slow the spread. Daily errands are completed to maximize effectiveness – no spontanous chat, no new encounters. Half-covered faces trying to keep up appearances make it clear that, to feel ourselves we need others, like mirrors or touchpoints. We need to rub ourselves against one another to see where the self ends and the other begins.

I wonder if after this we’ll ever go back to touching each other, to hug someone withouth thinking of imminent danger, to moving and handling things in public spaces without worry and to share whatever without wiping it with disinfectant first. I guess I’m not only missing my friends, but also their warmth, their bacteria and their germs, otherwise a zoom chat would do.

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In any case, for now I’m holding on to the glorious winter light and the thought that humans can do better. That these unpleasant times are a clear demand for us to rethink and re-invent ourselves and our place in the world. If the universe really thought we couldn’t evolve, it might have already expelled us from the school of life, like an angry teacher kicking us out of class for having bullied the other kids (plants, animals that is) and having smeared paint all over the walls  (plastic, poison … you get the idea).

I know that I have written this all too often, but I’ll still say that, if in doubt, get your inspiration, your solace and your energy from the natural world. Look at the sun, a tree, an animal (could be a bug) and watch its perfection, its unbiased presence, its grace. This is you.
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(German version)

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Gedanken aus dem Winterschlaf

Obwohl seit Neujahr bereits fast ein ganzer Monat vergangen ist, fühlt sich die Welt an, als wäre sie im Winterschlaf. Wo wir uns normalerweise zu Silvester mit exzessivem Krach und Pomp vom alten Jahr verabschieden um das neue einzuläuten und uns der Kater am 1.1. als Beweis dient, dass wir tatsächlich eine Grenze überschritten haben, so haben wohl die meisten von uns den Jahreswechsel zu Hause in relativer Stille begangen. Wahrscheinlich habt auch ihr das eigenartige Ding, das sich 2020 nannte, heimlich aus der Tür der Zeit schleichen sehen und gehofft, dass der “Fluch” vorüber ist.

Doch zu unserer Überraschung ist die Pandemie (die nur die Spitze des Eisberges unserer Probleme ist) auch nach dem zwölften Glockenschlag geblieben … und wird uns wohl noch länger begleiten. Diese eigenartige Stille in einer Welt, die auf Pause geschickt wurde, macht das Vergehen der Zeit zu einer unwirklichen Erfahrung.

Wir sind alle noch da, tun was wir immer getan haben. Aber irgendwie sind wir auch nicht da und unsere Aufgaben erscheinen uns eigenartig unpassend und vielleicht etwas bedeutungslos angesichts der globalen Situation. Schon wieder (oder noch immer) wird uns diese wichtige Frage gestellt: Ob das, was wir im Leben tun tatsächlich von Bedeutung ist … oder ob wir einfach nur weitermachen und eben das machen, was alle anderen auch machen. Der Planet kann sich unsere Geistesabwesenheit nicht mehr leisten.

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Für mich ist das Gefühl nicht ganz da zu sein ein Resultat fehlender sozialer Interaktion. Keine Zeit mit Familie, keine Umarmungen von Freunden, kein Geruch einer bekannten Person, die den Raum betritt. Auf der Straße hält man Abstand – nicht nur physisch sondern auch mit den Sinnen: Kaum Augenkontakt, viele sehen zu Boden oder wenden im Vorbeigehen den Kopf ab um nicht anzustecken oder angesteckt zu werden. Die Besorgungen des Alltags sind auf Effizienz getrimmt – kein spontanes Gespräch, keine neue Begegnung. Halb-bedeckte Gesichter versuchen Normalität zu vermitteln, lassen uns aber klar fühlen, dass wir, um uns selbst zu spüren, andere spüren müssen. Unser soziales Umfeld ist Spiegel und Berührungspunkt für uns selber. Wir müssen uns, wie man so schön sagt, aneinander reiben, um zu sehen wo das Ich endet und das Du beginnt.

Ich frage mich auch, ob wir uns nach der Pandemie (wenn es ein danach gibt) jemals wieder unbekümmert berühren, uns spontan umarmen oder uns frei in öffentlichen Räumen bewegen werden. Werden wir wieder Dinge teilen können, ohne sie vorher mit Desinfektion zu reinigen? Diese Gedanken lassen mich spüren, dass ich nicht nur meine Freunde vermisse, sondern auch ihre Wärme, ihre Keime und Bakterien … und erklärt warum die ewigen Zoom Chats so furchbar farblos sind. Dort passiert eben kein echter Austausch.

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Im Moment halte ich mich an diesem schönen Winterlicht und dem Gedanken fest, dass wir es als Menschheit besser machen können. Dass diese Zeiten uns die Aufgabe stellen, uns und unseren Platz in der Welt neu zu erfinden. Wenn das Universum tatsächlich dächte, dass wir uns nicht verbessern können, hätte es uns nicht schon längst aus der Schule des Lebens geschmissen?

Wie schon so oft empfehle ich auch für 2021 die bewährte Strategie: Wenn du auf der Suche nach Inspiration, nach Trost oder nach Energie bist, halte dich an die Natur. Schau Richtung Sonne, bewundere einen Baum oder Tier – nimm die Perfektion ihrer Existenz und ihre Natürlichkeit im Jetzt zu sein, wahr. Nichts anderes bist du selbst.
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